Veröffentlicht auf 31. Oktober 2014
Veröffentlicht auf 29. Oktober 2014
Zur Abwechslung einmal wieder etwas in der Kategorie „Ausflugsempfehlungen“:
Burgers Zoo
Natürlich betrachtet man, als nicht völlig blauäugiger Mensch, Zoologische Gärten mit einem lachenden und einem weinenden Auge, und sollte gut auswählen, welche man besuchen möchte. Zu enge Gehege mit stumpfäugigen Bären, kopfschaukelnden Elefanten und an Rilke erinnernde Raubtierbehausungen sind sicherlich kein schönes Erlebnis und sollten boykottiert werden. Ein trauriges Beispiel bildet z.B. der Berliner Zoo, von dem ich nach dessen Besuch deutlich enttäuscht war, hatte ich doch zuvor gehört, dass so viel daran getan worden sei. Wenn dem so ist, will ich nicht wissen, wie es vorher aussah – spätestens beim Anblick des Wolfszwingers (das Wort „Gehege“ wäre hier wirklich übertrieben!), wird einem schon schlecht.
Ein brauchbares Gegenbeispiel stellt Burgers Zoo in Arnhem, Holland dar. Hier sind die verschiedenen Gehege nach Vegetations- und Klimazonen angeordnet, und nicht nur ausgesprochen liebevoll gestaltet, sondern bieten ihren Insassen auch eine adäquate Menge Platz (wohlgemerkt mit ein paar negativen Ausnahmen). Sehr hübsch ist das große Savannenhaus mit freifliegendem Geier sowie das Aquarium inklusive gläsernem Tunnel, und außerdem das kleine, stille Mangrovenhaus. Unheimlich schön ist auch das große Safari-Freigehege, das auf mehreren Hektar Fläche Nashörnern, Zebras, Giraffen und diversen Antilopen gemeinsam Raum bietet. Schlussendlich ist mein persönlicher Favorit das gigantische Tropenhaus, das einen feuchten, verwinkelten, zwitschernden Regenwald beherbergt. Alles in allem vielleicht kein ganz billiger, aber auf jeden Fall lohnenswerter Tagesausflug.
Und wo schläft man da?
Stayokay Arnhem
Die einzige einigermaßen günstige Unterkunft in der Nähe ist dieses Hostel, wobei günstig 20-25€pP im Schlafsaal bedeutet.
Pro:
Bettwäsche ist dabei – wenn man sich in Anbetracht der Gummibezüge von Kissen und Matratze ein wenig an Strafvollzug erinnert fühlt – Frühstück ebenso und das ist garnichtmal so schlecht. das Personal ist kompetent, die Zimmer sind sauber, Bar.
Contra:
Es liegt zu weit außerhalb, Arnhem ist nicht fußläufig erreichbar und in der Umgebung ist absolut gar nichts. Der eigentliche Ausschlussfaktor ist jedoch die fehlende Küche. Hier werden Hostelbesucher ordentlich zur Kasse gebeten, denn eigenes Essen darf man nicht mitbringen (tun wir natürlich trotzdem) und Kochen ist nicht möglich. Das zerstört nicht nur die Atmosphäre, es ist schon insofern inakzeptabel, als da Herbergen doch gerade bezahlbare Unterkunft und Gemütlichkeit für Familien, Wandergesellen, Rucksacktouristen und andere „on the shoestring“ Reisenden bieten. Seine Gäste zu zwingen teures Abendessen in Kantinenatmosphäre zu zwingen ist dabei natürlich ein No-Go.
Veröffentlicht auf 20. Oktober 2014
Aurelia aurita (Ohrenqualle): Dass etwas so Glibberiges, Giftiges, Gurkenartiges dann doch so hübsch sein kann und elegant wie Unterwasserschmetterlinge durch die Strömung gleitet...
Veröffentlicht auf 14. Oktober 2014
Hallo ihr Lieben!
Zunächst entschuldigt die lange Abwesenheit – ich bin weder verstorben noch hab ich euch (oder den Blog) vergessen, aber…
Die Uni ist ein anspruchsvoller Liebhaber und Prüfungen & Praktika gehen leider vor…
In Urlaub war Cailb auch…
Wer errät (nicht mich kennt und es weiß natürlich!) wo das ist, bekommt einen 10% Online-Rabattgutschein von Douglas ;-)
Und nicht zuletzt: Ich ziehe um. Also nicht tatsächlich (obwohl, wäre auch ganz nett), sondern der Blog. Warum? Hier funktioniert nichts! Und das ist ja nun für alle ärgerlich. Also mache ich das doch lieber woanders in hübscher und funktionaler :-)
Veröffentlicht auf 27. Juni 2014
Teig
- 250g Mehl
- 1/4l Sprudelwasser
- 2 El Zucker
- 1/4l Milch
- 1 (großes) Ei
- ½ Päckchen Backpulver
- 1 Prise Salz
Mehl, Wasser, Zucker, Milch, Ei, Backpulver und Salz zusammenschütten und gut mixen. Pfanne mit etwas Öl kurz (!) auf mittlerer Stufe vorheizen, 2-3 Schöpfkellen (je nach Größe) Teig hineingeben, so dass der Boden gleichmäßig dünn bedeckt ist. Auf niedriger bis mittlerer Stufe anbraten, bis die Unterseite goldbraun ist, dann für wenige Minuten wenden.Obst(stücke) werden kleingeschnitten sofort in den flüssigenTeig gegeben und mitgegart, allerdings muss man beim Wenden vorsichtig sein, damit sie nicht ankleben, herausfallen oder verbrennen.
Blaubeerpfannkuchen
mit Zitronensahne
- 200g Blaubeeren (Glas oder frisch)
- 200ml Sahne
- 1 Zitrone
- 2 Päckchen Vanillezucker
Sahne mit Zitronensaft und Vanillezucker mischen (gut auflösen lassen!), steif schlagen und auf den Pfannkuchen servieren.
Bananenpfannkuchen
mit Ahornsirup
- 1 große Banane
- Ahornsirup
Nur ~1-2min bei kleiner Flamme auf der Bananenseite anbraten und nach dem Herausnehmen Pfannekuchen mit ein wenig Ahornsirup übergießen.
Apfelpfannkuchen
mit Schokoladensoße
- 1 großer Apfel
- 80g Rosinen
- 2 Tafeln (200g) Schokolade (Edelvollmilch, 35%)
- 100ml Sahne
- 50ml Milch
- 1Tl Honig
Während der Pfannkuchen gart, die Schokolade zusammen mit Sahne, Honig und Milch im Wasserbad schmelzen, gut verrühren und auf die fertigen Pfannekuchen geben. Rest Schokosoße löffeln :-) .
Zeit: ~1h
Schwieriegkeitsgrad: Leicht
Tipps:
Keine großen Portionen.
Veröffentlicht auf 25. Juni 2014
Mal wieder ein paar insektophile Neuigkeiten:
Meinen bereits vorhandenen Schaben der Art „Princisia vanwaerebeki“ leisten nun drei weitere Spezies Gesellschaft:
- Gromphadorhina oblongonata: Die größten Fauchschaben überhaupt.
- Blaberus craniifer: Totenkopfschaben, der an Morbides erinnernden Zeichnung wegen und
- Blaberus colosseus: Zum Namen passend!
Die neuen Fauchschaben erweisen sich bislang als recht selbstbewusst, hocken teilweise auch tagsüber offen auf den Ästen und beglücken heftig fauchend ihre Weibchen. Dabei stehen sie manchmal einen halben Tag mit den Vorderbeinen einfach so bewegungslos auf ihrem Kopf, als wollten sie sie für später reservieren – Männer können ganz schön unverschämt sein! Aber auch wilde Prügeleien unter den Kerlen, auf und ab durchs Terrarium und unfreiwillig komisch, konnte ich bereits beobachten.
Ganz anders die beiden Blaberus-Arten. Der Flügel wegen (wobei nur die Männchen geflügelt sind, bei den Weibchen handelt es sich um unauffällige, nur matt gefleckte und irgendwie schüchtern wirkende Tiere), hatte ich automatisch angenommen, dass sie sich etwas höher in der Vegetation platzieren würden, doch das Gegenteil ist der Fall: Sie buddeln sich einfach ein! Nachts wagen sie sich zwar heraus, aber kaum versetzt man ihnen einen Schreck, graben sie sich in einem Tempo wieder ein, das man den eher behäbig wirkenden Tieren nicht zutrauen würde. Provozierte Flugversuche endeten auch bestenfalls in etwas, das man als kontrollierten Absturz bezeichnen könnte - von Eleganz keine Spur.
Nichtsdestotrotz bleiben die Viecher eine lustige und interessante Gesellschaft, die ein wenig tropische Atmosphäre in meinen kleinen Haushalt einziehen lässt. Und da auch schon der erste Nachwuchs da ist, werden wohl bald erneut Kleinanzeigen geschrieben…
Veröffentlicht auf 15. Juni 2014
Vorausgeschickt sei, dass ich kein Christ bin, obwohl sich von katholischer Seite aus in meiner frühen Jugend reichlich dahingehend bemüht wurde – doch es hat nichts genutzt. Was ich dafür mit den Jahren zu schätzen gelernt habe, sind Kirchen. Ich liebe die Architektur, die Atmosphäre, den Geruch nach altem Holz, den spiegelglatt glänzenden Marmor und die wunderschönen, ornamentierten Fenster mit ihrem komplexen Maßwerk. Egal ob klein oder groß, alte Kirchen stellen zumeist eine Oase der Stille in all dem modernen Trubel dar. Ober vielleicht beherrscht mich auch nur das berüchtigte Kölner-Dom-Gen?
Umso deprimierter beobachte ich deshalb jedenfalls eine fortschreitende Entwicklung, die mir von Mal zu Mal bitterer aufstößt: Verschlossene und vergitterte Gotteshäuser. Dabei trifft es durch die (Kirchen-)Bank alle, von der kleinen Dorfkapelle, bis hin zu herrschaftlichen Kathedralen. So stand ich vor nicht allzu langer Zeit vor St. Paul – immerhin der größten, neogotischen Kirche Südkölns - und rüttelte umsonst am versperrten Portal. Schreibt man in solchen Fällen eine Anfrage per Mail, erhält man entweder gar keine Antwort, oder wird mit lapidaren bis entrüsteten Ausflüchten beglückt. Beispielsweise schrieb mir der Verantwortliche für die Herz-Jesu-Kirche, die altehrwürdig das ganze Kwartier Latäng beschirmt, ich könne doch immerhin in die Kapelle gehen, von dort aus könne man einen Blick in das Hauptschiff werfen. Dieses sei sonst nur zu Gottesdiensten und Konzerten geöffnet, und abgesehen davon für den Publikumsverkehr nicht zugänglich.
Publikumsverkehr? So kann man das viel gepriesene „Meine Tore stehen euch immer offen“ natürlich auch auslegen. Sowieso ist es ja nahezu dasselbe, sein Gesicht zwischen Gitterstäben hindurchquetschen zu müssen, in der Hoffnung einen Blick auf sakrale Innenräume und Kunst zu erhaschen, wie hineinzugehen. Wer will schon sachten Schrittes über uralte, verwaschene Grabplatten wandeln, hoch über sich geschichtsträchtige Deckenmalereien betrachten oder das bunte Lichtspiel durch filigrane Bleiglasfenster bewundern? Im Privaten eine Kerze aufstellen? Nö, draußen ist’s ja auch schön. Was allerdings immer im Vorraum, diesseits der Gitter, zu finden ist, ist eine Spendenbox, Geschäftssinn muss schließlich sein.
Ich kenne nicht wenige Leute, die sagen, dass sie ihre Kirchensteuer auch ohne Glaube zahlen, um einen Beitrag zur Seelsorge und dem Erhalt der historischen Gebäude zu leisten. Schöne Idee eigentlich. Wer allerdings – mit einigen Ausnahmen – noch von der Seelsorge profitiert, bleibt wohl ein Geheimnis. Die meisten Menschen, die in diesem Bereich arbeiten oder sich berufen fühlen, sehen entweder keinen Cent, oder müssen um jeden ebendieser kämpfen. Meine drei – recht großen und katholischen – Nachbargemeinden beispielsweise, teilen sich einen „Wechselpfarrer“, der sich auf diese Art bestimmt toll um all seine Schäfchen kümmern kann. Und für wen werden die Kirchen erhalten? Für Besucher jedenfalls nicht, denn die lässt man ja zumeist gar nicht erst hinein. Wo Steuern und Spenden bleiben, darüber hat der einzelne, brav blechende, Gläubige, weder Mitbestimmungsrecht, noch muss irgendjemand darüber Rechenschaft ablegen. Da mag sich der Zyniker ja fast schon an mittelalterlichen Ablasshandel erinnert fühlen. Und plötzlich bin ich froh, wenigstens nicht gläubig zu sein, und mein Seelenheil dieser Mentalität anvertrauen zu müssen.
Veröffentlicht auf 12. Juni 2014
Veröffentlicht auf 9. Juni 2014
240g Reis
4 Eier
Senf (z.B. Kräutersenf)
Majoran, Pfeffer, Salz
~ 100ml Milch
~ 100ml Sahne
Mehlschwitze
Die Eier ins Wasser gelegt und zum Kochen gebracht, dann ~10min Minuten kochen. Reis kochen. Eier aus dem Topf nehmen, darin Mehlschwitze anrühren, Milch und Sahne hinzugießen, als nächstes so viel Senf (Ca. 1.5 volle Teelöffel pro Person) unterrühren, bis es persönlichem Geschmack und Schärfe stimmt. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen und kurz köcheln lassen. Eier schälen während die Soße kocht, und in die Mitte des Reises auf den Teller setzen, Soße darüber gießen.
Zeit: ~35min
Schwierigkeit: Leicht
Veröffentlicht auf 7. Juni 2014
Dieses interessante Plätzchen entdeckten mein Liebster und ich am Niederrhein. Nach kurzer Begutachtung, die weder zähnefletschende Rottweiler, noch Landminen oder Hochspannungszäune, ja nicht einmal überhaupt einen Zaun oder ein „Betreten verboten“-Schild offenbarte, wagten wir uns aufs Gelände. Die umgebenden Lagerhallen schienen von ansässigen Landwirten weiterhin genutzt zu werden, denn wir fanden frische Reparaturen und haufenweise in Folie gewickelte Silageballen. Im Gegensatz dazu waren die dahinterliegenden Industrieanlagen in ruinösem Zustand, teils eingestürzt, teils so einsturzgefährdet, dass wir sie nur aus sicherem Abstand betrachten und photographieren wollten. Allein einer der drei hohen Fabrikschlote war derart schief, dass man meinte, er müsse vom nächsten kräftigen Windstoß zum Einsturz gebracht werden. Trotzdem ließen sich in all dem Verfall noch viele Strukturen der Fabrik erkennen, darunter alte Loren, rostige Schienenreste, sowie kleine und große (unheimlich!) Öfen. Wozu das alles da war? Keine Ahnung. Namen oder andere Schriften waren nicht mehr zu erkennen, allerdings schien mir alles auf recht hohe Temperaturen ausgerichtet zu sein, daher vermutete ich, dass es der Metallverarbeitung oder Kalkbrennerei gedient hatte. (Wer schlauer ist: Immer raus damit!) Alles in allem ein interessantes Fleckchen, und daher für euch nun die Bilder dazu:

