Veröffentlicht auf 8. April 2014

Geschrieben von Cailb

Veröffentlicht in #MomentAufnahmen

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Veröffentlicht auf 6. April 2014

Ort: Xanten
Preis: 9€ Erwachsene, 6€ Studenten

Das hier fällt definitiv ins Ressort „Ausflugsempfehlungen“ mit ein bisschen Bildung (keine Angst, nicht zu viel!). Der archälogische Park Xanten (auch einfach „Römerpark“ genannt) befindet sich gut ausgeschildert etwas außerhalb des Stadtkerns und besteht aus einem großen Gelände mit einzelnen Ausstellungsbauten- und Schwerpunkten, sowie dem LVR-Römermuseum. Es ist reichlich Platz vorhanden, auch an einem Schönwetter-Samstag nicht überfüllt und bietet ausreichend Unterhaltung für jede Altersklasse, inklusive interessanter Schwerpunktveranstaltungen („Bau eines Römerschiffs“). Drinnen wartet eine riesige, sehr moderne Ausstellung über mehrere Stockwerke und samt überkuppelter Ausgrabungsstelle. Draußen gibt es Amphitheater Stadtmauertürme, eine römische Herberge + Restaurant (beides voll benutzbar!) und eine Menge experimentelle Archäologie – was Cailb besonders glücklich macht. Also: Hinfahren! Lohnt sich!

Archäologischer Park Xanten Archäologischer Park Xanten
Archäologischer Park Xanten Archäologischer Park Xanten

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Geschrieben von Cailb

Veröffentlicht in #Tante Emma

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Veröffentlicht auf 3. April 2014

…oder wer frisst hier wen?

Wo wir das letzte Mal schon bei den möglicherweise Mitbürger verschlingenden Riesenschlangen waren, stellt sich doch die Frage, wer uns noch an den Kragen will. Ok, zugegebenermaßen fressen die genannten ihre „Opfer“ nicht alle, aber da bin ich jetzt mal nicht so streng. Also eine kurze Übersicht:

Löwen & Tiger:

Beide sorgen für jeweils wenig beeindruckende 50 Todesopfer pro Jahr. Von Menschenfressern ist ab und zu die Rede – beispielsweise angelockt durch die früher übliche Leichenentsorgung im Ganges – das Allermeiste davon dürften aber Legenden sein, beziehungsweise auf das Konto von Menschen oder wildernden Hunden gehen. Letztendlich gehen beide uns normalerweise aus dem Weg.

Menschenfresser
Andere Raubkatzen:

Berüchtigt sind Leoparden, weil sie angeblich auf den (unseren…) Geschmack kommen, und nach dem ersten Mal präferiert Menschen als Beute suchen, daher kommen auf einzelne Tiere häufig hohe Opferzahlen (angeblich bis zu 125). Ob das stimmt, man weiß es nicht, sowieso sind die Katzen normalerweise ebenso scheu wie selten und fressen Menschen oft nur, wenn sie alt oder krank sind.

Pumas greifen höchstens versehentlich Menschen an, wenn sie eigentlich auf Vieh oder Haustiere aus sind, zumeist Kinder, die Todeszahl liegt daher bei < vier jährlich.

Geparden fallen als Menschenjäger quasi weg, vielleicht sind wir einfach zu langweilig zu hetzen.

Wölfe:

Ach ja, die armen Grauen. Bei jedem dritten im Wald spielenden Horrorfilm müssen sie als Gefahrenquelle herhalten. Dabei weiß jeder Tierfilmer, der bereits versucht hat die leisen Pfadfinder geduldig und absichtlich zu finden, wie schwer das ist. So lassen sich die letzten Wolfstoten auch vor mehr als 50 Jahren nachweisen

Wikipedia, Quartl

Wikipedia, Quartl

Bären:

Bären sind da schon weniger spaßig, denn sie sind enorm stark und sehr neugierig. Das kann dem geneigten Zelter dann zum Verhängnis werden, wenn sich ein Exemplar angewöhnt hat regelmäßig Campingplatzmülleimer zu leeren oder gar gefüttert wird. Und wer glaubt der süße Teddy sei dick und langsam… das Tierchen läuft nicht nur schneller als wir, dummerweise kann es auch hervorragend klettern und schwimmen. In vielen Gegenden Grönlands und Spitzbergens verlässt man besiedeltes Gebiet daher besser nur mit einem großkalibrigen Gewehr. Aufgrund des weiträumigen Lebensraums sind Bären-Todesopfer trotzdem selten zu beklagen.

Elefanten:

Süß mögen sie sein, aber in der Serengeti aus dem Auto zu steigen um sie mal zu knuddeln ist trotzdem eine blöde Idee – jährlich 600 Menschen sterben durch Elefanten.

Menschenfresser
Nilpferde:

Sehen gemütlich aus, haben aber ein echt unangenehmes Temperament, das gerne unterschätzt wird, wie auch die jährlich gut hundert Toten durch Nilpferde bestätigen könnten. Wenn sie könnten.

Piranhas:

Viel Legende. Tatsächlich verfallen Piranhas zwar in Fressrausch und werden von Blut angelockt, echte Todesopfer gibt es aber zwischen nie und selten. Stark blutend im Amazonas schwimmen zu gehen wäre daher (genauer betrachtet aus sehr vielen Gründen) vermutlich subideal, die Wahrscheinlichkeit fachgerecht skelettiert zu werden ist aber auch nicht besonders hoch. Aus einem Zoo weiß ich, dass sie ihre Piranhas von Zeit zu Zeit mit Erbsen füttern. Erschreckend.

Rinder:

Ich wusste das schon immer, aber mir glaubt ja keiner. Wenn ihr also das nächste Mal ein saftiges Filetsteak verspeist, könnt ihr euer Gewissen erleichtern. Kühe bringen im Durchschnitt jährlich mehr Menschen um als Wölfe und Bären zusammen, nämlich 22.

Menschenfresser
Haie:

Eine wohlplatzierte Haiflossenattrappe am Lieblingsbadestrand und man hat das Wasser für sich allein. Seit baa-dam, baa-dam, baa-dam (ihr wisst, was ich meine) durch das Kino geisterte haben die Fische ihren Ruf weg. Tödlich verlaufen jedoch nur 10-15 Attacken pro Jahr (und jetzt denkt mal an die Kühe…).

Quallen:

Mit Glibbertieren spielt man nicht, denn Seewespe und Portugiesische Galeere fordern jährlich etwa 100 Opfer.

Portugisische Galeere, Wikipedia

Portugisische Galeere, Wikipedia

Krokodile: (Platz 3)

Hier bekommen wir langsam Spaß. Die größten Krokodile leben im Nil (Nilkrokodil) und in Australien (Leistenkrokodil), aber auch kleinere Arten können zu unangenehmen Begegnungen führen. Anzahl der Toten jährlich: Rund 1000.

Skorpione, Spinnen & Insekten:

Spinnen: Etwa achtzig Menschen

Insekten: Unbekannt

Skorpione: Hier kommt unser Silbermedaillenträger mit immerhin 5000 Toten in jedem Jahr, da kann man nur sagen klein aber oho.

Unschlagbar aber sind nach wie vor Schlangen, die mit 100.000 Biss-Toten jährlich alle anderen Tiere überbieten.

Aber:

Bevor ihr nun unters Bett flüchtet oder das Haus nur noch im Teflonanzug verlasst, sei aber Folgendes zu bedenken:

1. Kommen Todesopfer auch zustande, weil Menschen in armen, ländlichen oder sehr abgelegenen Gegenden keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, und daher an Verletzungen oder Giften sterben, die eigentlich nicht tödlich sein müssten.

2. An Grippe sterben jährlich bis zu einer halben Million Menschen und im Straßenverkehr weltweit 1-1,2 Millionen… Tierchen sind also nicht wirklich unser Problem.

Menschenfresser

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Geschrieben von Cailb

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Veröffentlicht auf 11. März 2014

Nun also, zum Frühjahrsbeginn, noch ein kleiner Nachruf...

So geht Winter (Teil II)
So geht Winter (Teil II)
So geht Winter (Teil II)
So geht Winter (Teil II)

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Geschrieben von Cailb

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Veröffentlicht auf 8. März 2014

Als ich mir gegen Ende des letzten Jahres den neuen Zinssatz meines Tagesgeldkontos ansah dachte ich mir… das geht auch besser. Also auf in das Finanzvergleich- und –testgetümmel, und etwas mit besseren Konditionen gesucht. Cortal Consor kam dabei ziemlich gut weg, war hier und da sogar Testsieger, das klang ja schon nicht schlecht.

Die Eröffnung von Tagesgeldkonten ist normalerweise nicht weiter kompliziert, sofern man nicht gerade über ein gewaltiges Vermögen oder Sonderwünsche in Sachen Finanzdienstleistungen verfügt. Daher füllte ich frohgemut das Onlineformular aus, fragte mich, was meine neue Wunschbank eigentlich mein Studienfach angeht, und wartete. Als nächstes bekam ich den ersten Brief: Postident. Hingehen, ausfüllen, wieder warten.

In der Zeit ging das erste Prospekt ein, und ich war baff: Din A4, fast so dick wie mein kleiner Finger und vollgestopft mit allen möglichen Informationen über mein neues Wertpaperdepot. Ähm? Wertpapierdepot? Eigentlich hatte ich angegeben kein Wertpapierdepot haben zu wollen. Nunja, ich muss es ja nicht nutzen.

Als nächstes kam der zweite Brief, in dem vermerkt war, dass ich zwei verschiedene Adressen angegeben hätte - wohlgemerkt landete er bei meiner richtigen, und nebenbei einzigen Adresse. Etwas irritiert rief ich also den Kundenservice an, und nach längerem Rätseln stellte sich heraus, dass die Postbeamtin (ja genau, in meiner Lieblingspost!) den Buchstaben hinter meiner Hausnummer für eine Zahl gehalten, und dementsprechend falsch notiert hatte. Rätseln, wohlgemerkt, denn die Dame am Telefon weigerte sich mir meine eigene Adresse überhaupt zu nennen. Ich bat sie also nach zähem Ringen das zu korrigieren. Das könne sie nicht, bekam ich zur Antwort, es sei zu meinem Datenschutz. Das Argument, dass die Bank meine Adresse doch schon habe, mich darunter auch bereits angeschrieben hatte, stieß auf taube Ohren. Stattdessen sollte ich bitte beide Seiten meines Personalausweises kopieren, meine Unterschrift und die Vorgangsnummer darunter schreiben, und ihnen dieses zuschicken. Reichlich entnervt fügte ich einen Brief hinzu, indem ich um Erklärung bat, wie die Änderung einer fehlerhaften Hausnummer, in eine andere, zuvor ebenfalls bekannte Hausnummer genau meinen Datenschutz beschädigen sollte.

Eine Antwort bekam ich zwar nie, dafür trudelten Prospekt Nummer zwei und drei, sowie einige weitere Briefe ein. Nachdem ich irgendwo darin dann auch tatsächlich meine Anmeldeunterlagen fand, eröffnete ich also mein Konto und kümmerte mich dann um den Transfer. Einige Zeit später stellte ich jedoch fest, dass ich den Zettel mit meinem Pin in dem ganzen Papierwust nicht mehr fand, und eine User-ID gar nicht erst bekommen hatte. Egal, nicht so schlimm, lässt du dir über deine Kontonummer und Mailadresse eben eine neue zuschicken. Weit gefehlt, die Kontonummer wurde nicht angenommen, warum auch immer. Also beglückte ich erneut den dortigen Kundenservice, diesmal per Mail. Es vergingen fünf Tage – mittlerweile hatten sich ungefähr sieben Briefe und vier fingerdicke Prospekte angesammelt – dann bekam ich sogar eine Antwort. Leider ohne den Hinweis wo ich denn meine User-ID finden könnte oder einen ähnlich nahe liegenden Vorschlag. Stattdessen lag ein Antrag bei, mit dem ich schriftlich, unter Angabe einer mobilen TAN, einen neuen Pin beantragen konnte. Dass das ohne besagte User-ID, nach der ich eigentlich gefragt hatte, gar nicht möglich ist, ist vermutlich nicht weiter erwähnenswert.

Alles in allem sind nun vier Monate vergangen, und ich bin froh, dass ich nur noch einen einzigen Brief versenden muss: Die Kündigung.

Lehre aus all dem: Nur weil eine Bank in Sachen Zinsen und Sicherheit eine gute Testbewertung bekommt, heißt das noch lange nicht, dass einer der Tester tatsächlich einmal versucht hat dort erfolgreich ein Konto zu eröffnen.

Ein bisschen Papiermüll hatte ich da leider schon entsorgt...

Ein bisschen Papiermüll hatte ich da leider schon entsorgt...

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Geschrieben von Cailb

Veröffentlicht in #Frustbox

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Veröffentlicht auf 4. März 2014

  • 700g Kartoffeln

  • 7 Eier

  • 300g geriebener Gouda

  • 1 Zwiebel

  • 2-4 Knoblauchzehen

  • min. 50ml Olivenöl

  • Salz, Pfeffer (!)

Zunächst werden die Kartoffeln geschält, gewaschen und in dünne Scheiben geschnitten. Dann werden sie ca. 15min in viel Olivenöl, abgedeckt, bei kleiner Hitze in einer (Teflon!!!)Pfanne gebraten. In der Zeit Zwiebel und Knoblauch klein hacken, dazugeben und mitbraten lassen. Dann Käse mit den Eiern und nicht zu wenig Salz und Pfeffer mischen. Masse vorsichtig auf die Kartoffelscheiben geben und untermengen, dann glatt streichen, abdecken und bei kleinster Hitze braten bis die Unterseite gelb-braun, und die Oberseite einigermaßen fest ist. Auf einen Pfannenwender geben, vorsichtig umdrehen, und die andere Seite ebenfalls bei kleinster Hitze goldbraun braten. Auf einen großen Teller schieben, zerschneiden und servieren.

Zeit: ~75min
Schwierigkeit: Mittel
Tipps:

- Zum Wenden warten, bis das Tortilla wirklich durch ist, (nicht verbrennen lassen!),

erfordert etwas Feingefühl und Übung!

- Schmeckt kalt am selben oder dem nächsten Tag genauso gut

- Sattmacher.

Tortilla con Queso

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Geschrieben von Cailb

Veröffentlicht in #Appetitanreger

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Veröffentlicht auf 28. Februar 2014

…also ich bin ja eigentlich wirklich die Frostbeule von Dienst und kann bei nahezu jeder Witterung frieren. Aber was war das denn bitte?! Das ist doch kein Winter gewesen! Ich will Schnee! wenigstens einmal! Aus lauter Trotz krame ich nun ein paar Handschuhe aus dem Schrank und ziehe Biberwäsche auf – beides war dieses Jahr einfach noch nicht nötig. Daher auch genug des Floralen (vorerst), jetzt zeigen wir dem faulen Fischer mal, wie Winter wirklich auszusehen hat:

(Achja: Wer’s noch nicht gemerkt hat – die Photos werden beim Anklicken größer :-D )

So geht Winter (Teil I)
So geht Winter (Teil I)
So geht Winter (Teil I)
So geht Winter (Teil I)

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Geschrieben von Cailb

Veröffentlicht in #MomentAufnahmen

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Veröffentlicht auf 25. Februar 2014

Als bekennender Horrorfilmfan sehe ich mir ja nahezu alles an, von wenigen Stücken aus dem Gore- und Folter-Subgenre abgesehen. Aber was da manchmal in Sachen Naturwissenschaften & Technik verzapft wird, rollt mir dann doch die Nägel hoch. Da werden lustig Physik, Chemie und Biologie gemischt, DNAs führen spektakuläre Eigenleben, Laborantinnen sind mit aus der Bluse platzenden Po***Titten und Highheels unterwegs und überhaupt – könnte die Regie nicht wenigstens darauf achten, dass der Stecker des Mikroskops in der Steckdose sitzt?? Bei Tierhorror wird es fast noch schlimmer:

Da gibt es Insekten mit Körpern, scheinbar aus Stahl, Spinnen, die die lustigsten Geräusche von sich geben und ach ja, Schlangen… All diese Tiere zeigen großes Planungsvermögen und enorme Bösartigkeit bei ihrer Menschenjagd, aber das Beispiel der Schlangen gefällt mir gerade besonders gut.

Amüsant ist unter Anderem der zweite Teil von „Anakonda“ (Die Jagd nach der Blutorchidee), weil er gleich so schön anfängt. Hier hetzen Eingeborene einen Tiger, bevor sie selbst von der Riesenanakonda erlegt werden. Blöd halt, dass die beiden Tierchen nicht auf demselben Kontinent vorkommen. Und auf Borneo, dem Schauplatz unseres Reptilien-Märchens, kommen gleich mal beide nicht vor.

„Die Schwarze Mamba“ wartet mit einem hübschen, beinahe zierlichen, pechschwarzen Wurm auf. Schade, dass schwarze Mambas (Dendroaspis polylepis) mit über 2,50m Durchschnittslänge die längsten Giftschlangen der Welt sind. Und abgesehen davon grün-beige-braun, aber jedenfalls nie schwarz – der Name leitet sich von ihrem blau-schwarz gefärbten Rachen ab.

Schwarze Mamba (Dendroaspis polylepis), Wikipedia, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Tad Arensmeier

Schwarze Mamba (Dendroaspis polylepis), Wikipedia, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Tad Arensmeier

Ansonsten neigen Schlangen weder dazu tagelang Menschen zu verfolgen, noch sind sie imstande ihnen Körperteile abzureißen. Und daher ein bisschen Realität in den ganzen Irrsinn!

Würgeschlangen

Als Würgeschlangen werden Schlangen bezeichnet, die ihre Beute umschlingen und dann fressen. Dabei sind die allerwenigsten Arten viele Meter groß - die längste von ihnen, ein Netzpython, maß 9,99m. Zwar können große Würgeschlangen beim Zusammenpressen ihrer Beutetiere enorme Muskelkraft aufbringen, tatsächlich tritt der Tod aber üblicherweise durch Ersticken, nicht durch Zerquetschen ein. Dabei werden die Schlingen um den Körper des Opfers mit jedem Ausatmen etwas enger gezogen, bis es nicht mehr imstande ist Luft in die Lungen zu befördern – eine sehr geduldige Arbeit.

Grüner Baumphyton (Morelia viridis), Wikipedia

Grüner Baumphyton (Morelia viridis), Wikipedia

Giftschlangen

Den Wettbewerb um die giftigste Schlange gewinnt nicht immer dieselbe Art, je nachdem wen man fragt, und ob man von der minimalsten tödlichen Dosis eines Gifts, oder der Giftmenge, die eine Schlange abgeben kann, redet. Zu den aussichtsreichsten Kandidaten gehört sicher der Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus) dessen Giftbiss theoretisch ausreichend würde, um bis zu 230 Menschen vom Leben zum Tode zu befördern. Gefolgt wird er von der Braunschlange (Pseudonaja textilis), der Diamantklapperschlange (Crotalus adamanteus) und der indischen Kobra (Naja naja). Auch Seeschlangen sind nicht zu unterschätzen, zwar geben sie häufig nur kleine Giftmengen ab, aber sie sind auf eine schnelle Lähmung ihrer Beute – Fische – angewiesen, da sie ihnen schlecht längerfristig durch das Wasser folgen können.

Die einzig heimische, und nur in Ausnahmefällen (bei Vorbelastung, Herzschäden o.Ä.) tödliche Giftschlange ist die Kreuzotter (Vipera berus).

Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus), Wikipedia, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, XLerate

Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus), Wikipedia, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, XLerate

Gefährlichkeit

Würgeschlangen suchen sich Beute ihrer eigenen Größe entsprechend, Erwachsene fallen daher nur in Ausnahmen darunter, eher noch gefährdet sind Kinder. Dabei gilt als Faustregel, dass man zum „Abwickeln“ einer Schlange von einem Menschen, ab einer Länge von drei Metern pro zusätzlichen Meter einen weiteren Mann braucht. Viele Arten beißen, wenn sie nervös sind oder Futter vermuten, wobei die Verletzung zwar normalerweise ungefährlich ist, aufgrund der übertragenen Keime sie aber trotzdem gründliche desinfiziert werden sollte. Satte und an Menschen gewöhnte Würgeschlangen sind allerdings teilweise recht umgänglich.

Giftschlangen sind weltweit eine unterschätzte Gefahr, sie führen jährlich zu mindestens 125.000 Toten, wobei die Dunkelziffer extrem hoch sein dürfte da Schlangenbisse häufig in armen, abgeschiedenen, ländlichen Gegenden auftreten. Daher erreicht ein signifikanter Anteil der Opfer vermutlich weder ein Krankenhaus, geschweige denn eine Statistik. Die Gifte sind dabei sehr vielfältig, oft handelt es sich um Neuro- oder Hämotoxine, die zu Lähmungen, Nervenausfällen, Zersetzung des Blutes und großflächigen Nekrosen führen können. Dabei ist den meisten Menschen allerdings nicht bekannt, dass zwischen „offensiv“- und „defensiv“-Bissen unterschieden werden muss. Schlangen sind sparsam und setzen bei letzteren, die zur Verteidigung gedacht sind, teilweise nur 10% des vorhandenen Gifts, oder sogar „Trockenbisse“ ganz ohne solches, ein. Auch sonst sind viele, auch hochgiftige, Schlangen insofern wenig gefährlich, als dass sie Menschen so gut wie möglich aus dem Weg gehen. Anders ist das nur, wenn man sich denselben Lebensraum teilt (einige schätzen beispielsweise warme, trockene Dachstühle) oder die Tiere überrascht werden (Drauftreten, Fangversuche). Eine Ausnahme bildet beispielsweise die Schwarze Mamba, die als recht reizbar gilt, und dafür berüchtigt ist auch dann anzugreifen, wenn sie die Möglichkeit zur Flucht hat.

Südasiatische Kobra (Naja naja), Wikipedia

Südasiatische Kobra (Naja naja), Wikipedia

Was tun beim Biss?

Vor allem was nicht tun! Auf keinen Fall:

- Aufschneiden. Sieht martialisch aus und führt im schlechtesten Fall zum Verbluten, da einige Schlangengifte starke Blutverdünner enthalten. Oder zum schnelleren Transport des Gifts, durch Eröffnung größerer Blutgefäße. Scheißidee jedenfalls.

- Abbinden. Nach Möglichkeit soll das Körperteil ja dranbleiben, oder?

- Aussaugen. Vor allem mit dem Mund, denn ab davon, dass die Saugleistung, die wir aufbringen können nicht ausreicht um es zu entfernen, könnten kleinere Giftmengen dabei über die Mundschleimhäute in den Körper gelangen.

Stattdessen:

Ruhe bewahren. Sich möglichst viele Details zum Tier merken, die Art nachher bestimmen zu können, kann wichtig sein. Wer Nerven aus Stahl hat, macht ein Photo – aber natürlich ohne sich noch einmal / weiterhin in Gefahr zu bringen! Hilfe holen. Die Verletzung sollte desinfiziert, das Körperteil ruhig gelagert werden. Wenn keine schnelle Hilfe zu erwarten ist, kann die Pressure/Immobilization Technique angewandt werden, bei der ein fester Verband, einem Druckverband ähnlich, von der Bissstelle bis über das nächste Gelenk gelegt wird (ohne Abzubinden). das soll die Verbreitung des Gifts im Körper verlangsamen - die Wirksamkeit ist jedoch umstritten (ich sag mal, besser als nix).

Und wie ist das nun mit dem Gegengift?

Im Gegensatz zu filmvermittelten Inhalten, fummelt man nicht flott eine Spritze mit Antivenin (/-venom, = Gegengift) heraus, verabreicht sie und die Welt ist in Ordnung. Gut ausgestattete Tropenstationen und Kliniken haben in den entsprechenden Ländern zwar üblicherweise Vorräte, das gilt aber nicht unbedingt für jede Feld-Wald-Wiesenambulanz. Denn Antiseren lassen sich nur bei ununterbrochener Kühlkette transportieren und sind teuer. Einige sind artübergreifend verfügbar (Klapperschlangen, Kobras), andere wirken nur bei einer einzigen Art. Und sowieso kann man sie nur während intensivmedizinischer Betreuung einsetzen, denn einerseits sind einige Antivenine selbst toxisch, andererseits tritt auch mit ihrem Einsatz teilweise eine vorübergehende Lähmung der Lungenmuskulatur ein, die künstliche Beamtung erfordert.

Kreuzotter (Vipera berus) in Polen, auf dem Weg in die Freiheit. Das stellt keine Aufforderung zum Nachahmen dar, denn 1.) Sind Kreuzottern geschützt (diese befand sich in wenig aussichtsreicher Lage) und 2.) Ist ihr Gift zwar nicht tödlich, aber auch nicht ungefährlich. Oder anders ausgedrückt: Wer es nicht kann, sollte es lassen!

Kreuzotter (Vipera berus) in Polen, auf dem Weg in die Freiheit. Das stellt keine Aufforderung zum Nachahmen dar, denn 1.) Sind Kreuzottern geschützt (diese befand sich in wenig aussichtsreicher Lage) und 2.) Ist ihr Gift zwar nicht tödlich, aber auch nicht ungefährlich. Oder anders ausgedrückt: Wer es nicht kann, sollte es lassen!

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Geschrieben von Cailb

Veröffentlicht in #Charles & Co

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Veröffentlicht auf 22. Februar 2014

Einst blühende Industriemetropole mit dem Spitznamen „Motor City“, ist Detroit nun das vielleicht prominenteste und beeindruckendste Beispiel für eine schrumpfende Stadt mit all ihren katastrophalen Folgen.

Die Krise der Automobilindustrie, sowie der Schwerindustrie im Allgemeinen, traf Detroit härter als jeden anderen Ort. Nannten 1950 noch 1,85 Millionen Menschen die Großstadt ihr Zuhause, sind es 2010 nur noch etwas mehr als 710.000 – allein in den zehn Jahren nach der Jahrtausendwende gab es eine Schrumpfung um fast 25 Prozent. Mittlerweile stehen hunderttausende Häuser leer, ganze Straßenzüge wirken wie Szenen aus einer Postapokalypse. Detroit gilt als eine der gefährlichsten, wenn nicht sogar die gefährlichste, Stadt der USA, mit einer Mordrate, die dem zehnfachen des ohnehin schon hohen Landesdurchschnitts entspricht. Zwar macht die Regierung unter Obama Hoffnung auf einen Neuanfang, doch eine echte Wende zum Besseren ist bislang nicht in Sicht.

Für euch nun der Link zu einer ebenso überwältigenden wie gruseligen (kurzen) Photo-Doku, die das Ausmaß der Leerstände in melancholischen Bildern zeigt:

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Geschrieben von Cailb

Veröffentlicht in #Fundgrube

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Veröffentlicht auf 11. Februar 2014

Fährt man mit der Straßenbahn von Köln nach Bonn, entdeckt man kurz hinter Wesseling eine gewaltige Industrieruine. Hierbei handelt es sich um den ehemaligen Firmensitz der deutschen Zweigstelle von „Norton Company“, die von 1910 bis 1992 Schleifmittel aller Art herstellte. Seit der Schließung befindet sich das Gelände in privater Hand, wird jedoch nicht genutzt und zerfällt so zur beeindruckenden Industriebrache, die sich langsam aber sicher den Feldzügen von Vandalismus und Natur geschlagen geben muss. Seitdem freuen sich Filmproduzenten und Fotographen ebenso wie Paintballspieler und allerlei Leutchen, denen man vielleicht nicht dringend im Dunkeln begegnen möchte, über die postapokalyptische Szenerie. Vor zu viel Enthusiasmus beim Erkunden sei trotzdem gewarnt, denn abgesehen davon, dass es natürlich verboten ist das Gelände zu betreten, ist es unübersichtlich, weitläufig unterkellert, und nicht nur mit reichlich scharfen Metallresten, sondern auch einigen Einsturzstellen bestückt. Genießt also lieber gefahrlos die folgenden Bilder ;-)

Norton WesselingNorton Wesseling
Norton WesselingNorton Wesseling

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Geschrieben von Cailb

Veröffentlicht in #Tante Emma

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