Haltung
Gefäß:
Grundsätzlich lassen sich Fauchschaben in einem beliebigen, dichten Gefäß mit Luftlöchern (nicht zu groß!) halten, als Einrichtung genügen einige Blatt Papier und Eierkartons. Ich bevorzuge allerdings bepflanzte Terrarien, schon der Optik wegen, und bilde mir nebenbei ein, sie fühlen sich dort auch wohler. Das Substrat ist feuchter Humus ohne Staunässe. Ein Schälchen oder Becken mit Wasser sollte zur Verfügung stehen, da die Tiere von Zeit zu Zeit trinken (allerdings ohne glatte Wände und mit einer Möglichkeit hinaus zu klettern, denn sie können nicht schwimmen). Als Bepflanzung eignet sich im Grunde alles, Sukkulenten allerdings werden gerne abgeknipst und oder gefressen, ich rate zum Ausprobieren. Die Temperatur liegt zwischen 20°C und 30°C, für kalte Nächte ist ein wasserdichtes Wärmekissen installiert, bei gut beheizten Räumen ist das aber nicht notwendig.
Futter:
Fauchschaben sind hervorragende Resteverwerter, extra kaufen muss man für sie nichts. Meine bekommen Apfel- und Birnenschalen / - kitsche, Gurkenscheiben, Paprikastücke und –stiele, Pilzstrünke, Mangoschalen, Brotstückchen […] – experimentieren lohnt sich.
Fortpflanzung:
Fauchschaben sind ovovivipar, was bedeutet, dass sie zwar Eier produzieren, die Jungtiere (Nymphen genannt) jedoch noch innerhalb des Muttertieres schlüpfen und es dann verlassen, zu Anfang schneeweiß, wie auch nach jeder folgenden Häutung. Während der Tragzeit werden die Eier einmal außerhalb des Körpers gedreht (sieht sehr seltsam aus). Ein Wurf umfasst ungefähr 40-50 Jungtiere. Wenn die Schaben in einem Terrarium mit Schiebefenster gehalten werden, empfehle ich dringend sie umzusetzen, da die Jungen mühelos zwischen den Scheiben hindurchschlüpfen. Abkleben ist zwar möglich, aber nur bedingt nützlich, da die Tiere auf der Suche nach Verstecken an den Klebestreifen haften und verenden können. Und von Vaseline zeigten sich zumindest meine Hausgenossen völlig unbeeindruckt – Fauchschabenjungtiere sind echt Ausbruchskünstler. Allerdings überleben sie in der Wohnung meiner Erfahrung nach aufgrund von Kälte, Futtermangel und Trockenheit nur einige Tage bis wenige Wochen.